"Ohne
Nostalgie, ohne Pathos beugt sich Hannah Winkelbauer über das, was übrigbleibt
– etwa den angefahrenen Vogel am Straßenrand – und erkennt darin einen Ursprung
von Schönheit. Was im Begriff ist zu verschwinden, hält sie zeichnerisch
zurück. Eine Geste gegen das visuelle Rauschen der Gegenwart. Mit Buntstift –
durchlässig, zart und zugleich bestimmt – kartiert die Künstlerin eine sensible
Topografie der Gegenwart. Ihre Fragmente sind keine Skizzen, sondern
eigenständige Denkformen. Miniaturen einer Welt, die sich in Auflösung
befindet." [..]
"Winkelbauers Bilder laden ein zum
assoziativen Sehen – nicht zum Addieren, sondern zum Verbinden. Ihre Arbeiten
stehen in Resonanz etwa mit der Dadaistin Käthe Steinitz, die es verstand, das
Fragment nicht als Makel, sondern als produktives Prinzip einzusetzen." (Paula
Watzl)